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Plateforme luxembourgeoise pour des politiques agricoles durables et solidaires

Coordination des ONGD

Mike Mathias

-  tél : 26 02 09 11
-  info’at’cercle.lu


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Plattform für eine nachhaltige und solidarische Agrar- und Handelspolitik

Die EU-Milchpolitik macht’s
Damit Milchbauern in Nord und Süd eine Zukunft haben

Der Wert der Milch

Milch und Milchprodukte werden weltweit erzeugt und haben einen hohen Stellenwert bei der Versorgung der Bevölkerung. Für KleinbäuerInnen und bäuerliche Betriebe stellt die arbeitsintensive Erzeugung von Milch sowohl in Europa als auch in vielen Entwicklungsländern die wichtigste Einnahmequelle dar.

Überschüsse...

Milch in der EU zu produzieren ist teuer. Dennoch wird zehn Prozent mehr Milch erzeugt als verbraucht. Die Überschüsse werden meist in Form von Milchpulver oder Butter mit Hilfe von Subventionen künstlich verbilligt auf dem Weltmarkt verkauft (Dumping). Für diese Exportsubventionen werden jährlich ein bis zwei Milliarden Euro ausgegeben.

Die meisten Exporte gehen nach Afrika und in den Nahen Osten.

...und Schleuderpreise

Verantwortlich ist die EU-Milchmarktpolitik. Seit vielen Jahren forciert sie die Produktion von Überschüssen.

Zwar regelt sie die Mengenproduktion über eine Quote, diese liegt jedoch deutlich über dem Grad der Selbstversorgung und wurde kürzlich noch um weitere 1,5 Prozent ausgedehnt. Gleichzeitig sinken die Preise für Milch innerhalb der EU.

Die Folgen für Kleinbauern und bäuerliche Betriebe...

...im Norden

-  Sinkende Einkommen
-  Bäuerliche Milchviehbetriebe stehen unter dem Druck zu wachsen oder ihre Höfe aufgeben zu müssen.
-  Umweltschonende Maßnahmen und artgerechte Tierhaltung können immer weniger umgesetzt werden.
-  Verlust von Kulturlandschaften und Schwächung der ländlichen Räume

...im Süden
-  Billige europäische Milcherzeugnisse drängen traditionelle Milcherzeuger von ihren Märkten und Bauern können nicht mehr von ihrer Milchproduktion leben.
-  Die Menschen im ländlichen Raum werden weiter in die Armut getrieben.
-  Verlust von traditionellen Produkten und Kulturen
-  Eingeschränkte Exportchancen der Länder des Südens

  • den kurzfristigen Abbau der subventionierten Exporte,
  • die Senkung der EU-Milchquote in Richtung Eigenverbrauch,
  • die Bindung der staatlichen Transferzahlungen an ökologische und soziale Kriterien,
  • einfach anwendbare Schutzmechanismen für Entwicklungsländer bei Importfluten,
  • den qualifizierten Marktzugang zur Stärkung der sozialen und ökologischen Kriterien im Handel,

* damit sie auch in Zukunft sozial und umweltverträglich produzieren können. Damit Milchbauern in Nord und Süd eine Zukunft haben. Reform der EU-Milchpolitik

Bauern in Nord und Süd fordern :

Die EU-Milchpolitik macht’s

Mit der jüngsten Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) wird nicht mehr die Produktion von Masse honoriert. Im Kern der Reform steht die Entkopplung.

Das heißt, Landwirte erhalten die Direktzahlungen unabhängig von der Erzeugung. Betriebe erlangen damit die Möglichkeit, selbst stärker auf Marktgeschehnisse zu reagieren.

Dennoch reichen diese Schritte nicht aus. Immer noch werden Überschüsse produziert und mit Subventionen künstlich verbilligt exportiert. Deswegen muss der politische Rahmen so gesetzt werden, dass eine umweltgerechte und soziale Landwirtschaft in der EU im Einklang mit den Interessen der Bevölkerung und speziell der Bauern im Süden steht.

Eine Kampagne von :

Germanwatch e.V.

_Büro Berlin
Voßstr. 1
D-10117 Berlin
Tel. : +49 (0) 30 / 2888 356-3
-  E-Mail : kahnert@germanwatch.org
-  www.germanwatch.org

AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.

Bahnhofstr. 31
D-59065 Hamm
Tel. : +49 (0) 2381 / 9053172
-  E-Mail : thomsen@abl-ev.de
-  www.abl-ev.de