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![]() Iwerliewen fir bedreete Volleker BP 98
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Interessante Entdeckungen Luxemburger Wissenschaftler im Kampf gegen Malaria und Cholera
Press release Die ONG „Iwerliewen fir bedreete Volleker“ arbeitet bereits seit einigen Jahren an Projekten, um die Artemisia-annua-Pflanze (Einjähriger Beifuß) als wirksames Heilmittel gegen Malaria bekannt zu machen - bei uns und in südlichen Ländern. Pierre Lutgen und Bernard Michels arbeiten hier eng mit anderen Partnern zusammen, darunter „Colabor“, „Objectif Plein Emploi“ sowie dem „Kraidergaart Wanseler“, den Aerzten von Alassem und dem Roten Kreuz. Seit einigen Monaten ist auch die Arcelor Mittal Foundation an diesen Projekten interessiert, da sie in stark Malaria-gefärdeten Gebieten arbeitet. Denn gegen Malaria ist ein Kraut gewachsen. Einjähriger Beifuß ist ein auch auf kargen Böden schnellwachsendes Kraut, das in Südchina schon seit mehr als 2000 Jahren gegen Fiebererkrankungen eingesetzt wird. In den 70er Jahren ent¬deckten Wissenschaftler, dass der einjährige Beifuß auch gegen Malaria wirkt. Sein Wirkstoff Artemisinin wurde isoliert und von der Pharmaindustrie als Hauptbestandteil von ACT-Malariatabletten (Artemisia Combined Therapy) eingesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben mittlerweile ergeben, dass die ein¬fache Anwendung von Kräutertee aus Artemisia annua bis zu 10 mal schneller als her¬kömmliche Malariamittel wirkt (binnen 3-5 Tagen) und das mit nahezu 100%iger Wirk¬sam¬keit. Anders als bei chemischen Derivaten kommt es bei der Verabreichung des Tees zu keinerlei toxischen Nebenwirkungen und auch nicht zur Resistenzbildung. Von entscheidender Rolle ist bei allem die einfache Verfügbarkeit der Artemisia-Pflanze. Sie kann einfach und in jedem Garten angebaut werden und stünde so den Menschen gratis als Mittel gegen Malaria zur Verfügung. Gerade in Afrika, dem am meisten von Malaria betroffenen Kontinent, könnte der Tee einfach und nahezu umsonst zu haben sein. Der Anbau kann vor Ort in Eigenregie erfolgen, die Zubereitung des Tees ist denkbar einfach. Feldversuche im Kongo, in Peru und im Kamerun sind entsprechend positiv verlaufen. Für Wissentschaftler bleibt allerdings noch vieles über das Funktionieren der Heilkräfte dieser Pflanze zu klären, und welche andere Tropenkrankheiten eventuell auch auf sie ansprechen. Wie Dr. Pierre Lutgen uns erklärte, wurden vor drei Wochen Versuche gefahren mit einem Pallcheck Luminometer (ATP Phospatase). In anderen Versuchen im Labor LCDI in Metz hatte der Tee schon einen gut messbaren „Killereffekt“ auf vibrio fischeri Leuchtbakterien gezeigt. Diese sind aus derselben Familie wie die vibrio cholerae. Erstaunt waren die Forscher, als eine Tasse Artemisia-Tee in einem Liter bakteriell verseuchtem Wasser diesselbe oder sogar eine höhere Effizienz zeigte als das Kochen des Wassers. Mehrmals wiederholt. Es blieb so. Die Peroxidgruppen des Artemisinins wären also in einer sogenannten Fentonreaktion sehr aggressiv gegen Bakterien, genau wie sie es gegen die Plasmodien (Parasiten) der Malaria sind. Das Peroxid reagiert mit Eisen und produziert OH-Radikale. Bei einer Zugabe von Eisensalz zum Tee erlischt die Fluoreszenz (s. weiter unten). Letzte Woche wurden diese Experimente in einer weiteren Versuchsreihe mit einem ähnlichen Luminometer von Aquatools wiederholt. Wieder konnte ein bakterizider Effekt von Artemisia-Tee auf schmutziges Wasser festgestellt werden, von 50% und mehr. Dass Infusionen von Artemisia krankheitsheilend und entzündungshemmend sind war bekannt, nicht aber, dass sie auch diese antiseptische Wirkung haben. Im Laufe der Versuche war vor einigen Wochen auch zufällig festgestellt worden, dass Artemisia-Annua-Tee unter UV-Schwarzlicht fluoresziert (so wie Quinin). Dieses Phänomen war bis jetzt völlig unbekannt. Keine andere der zehn gestesteten Teesorten fluoreszierte. Leider auch nicht Artemisia vulgaris, unser „Batteralzem“, der von unseren Großmüttern als Tee eingesetzt wurde. ACT Antimalariapillen dreier verschiedener Ursprünge, unter anderen Kamerun, fluoreszierten auch nicht. Sei es nun, dass diese zu den 50% der gefälschten Pillen gehörten, welche im Schwarzhandel in Vietnam, Malaysia oder Afrika verkauft werden. Oder sei es, dass das Artemisinin-Derivat der Pillen in der tropischen Hitze nur eine kurze Lagerdauer hat, wie es mehrere französische Labors festgestellt haben. Jedenfalls verblieb bis zu diesem Tage ein wesentliches Problem beim Einsatz von Artemisinin : nämlich festzustellen, ob die Pflanzen selbst und der daraus hergestellte Tee die aktive Substanz zur Genüge enthielten. Dieses konnte nur mit sehr aufwendigen und teuren Messmethoden wie HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatografie) festgestellt werden. Die Fluoreszensmethode erlaubt jetzt, die aktive Substanz in der Pflanze, im Tee oder in ACT-Pillen festzustellen, oder eventuell zu dosieren. Nicht in einem Universitätslabor, sondern im Nachtdunkel oder in einem Dunkelraum bei einer billigen Schwarzlicht UV-Lampe in einem afrikanischen Dorf. Wieviele Leben können vielleicht so gerettet werden, allein durch das Identifizieren von gefälschten Antimalariapillen. Was sich in diesen Versuchen auch herausstellte, ist, dass die aktive Substanz Artemisinin in Wasser löslich ist, sogar in kaltem. Vielleicht funktioniert dies im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen des Tees. Einige Pharmakonzerne behaupten, Artemisinin wäre nicht in Wasser löslich und müsste mit chemischen Lösungsmitteln extrahiert, getrocknet und dann in Pillenform verkauft werden. Die Wissentschafler von „Iwerliewen fir bedreete Völker“ sind sich bewusst, dass weitere Forschungsarbeiten nötig sind, um diese Erkenntisse zu bestätigen und auszubauen, bevor sie angewandt werden dürfen. Bis jetzt wurden diese Forschungsarbeiten nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert, sondern exklusiv aus privaten, hauptsächlich durch Spenden vom Rotary Luxembourg Vallées. Seit mehreren Monaten arbeitet Iwerliewen nun eng zusammen mit der Universität Löwen sowie mit Spezialisten für Tropenkrankheiten an der Universität Campinas in Brasilien, der Universität Antioquia in Kolumbien und der Universität von Lumbumbashi. Die Resultate werden auch ausführlich veröffentlicht auf dem Kongress vom 3. Bis 4. Juni in Luxemburg „Maladies tropicales, aspects humanitaires et économiques“ (www.maladiestropicales.org). Rund 20 Experten von verschiedenen Kontinenten sollen dort die nötige wissenschaftliche Kritik ausüben dürfen. Denn Wissenschaft ist oft nicht mehr als die richtigen Fragen zu stellen Würden sich alle diese positiven Ergebnisse bestätigen, so wäre es bahnbrechend. Denn noch sterben jeden Tag 20.000 Kinder an Malaria, Cholera, Durchfall, Leishmaniosis, Dengue, Chagas... Die Artemisa-Pflanze wäre ein Gratisheilmittel und das Ende unsäglichen Leidens. Claude Sauber |
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| Dernière actualisation le
7 septembre 2010 haut de la page |
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